Der Comer See

Museum des Valchiavenna Tales

Comer See ABC

Kurz hinter der Piazza Castello in Chiavenna, nahe des Eingangs des botanisch-archeologischen Gartens Paradiso, beim Sitz der Bibliothek des Valchiavenna Tales, befindet sich das Museum des Valchiavenna Tales mit einem Atbeil, das der Steinzeit gewidmet ist.
Eine grosse Plastik reproduziert ein Teil des wichtigen Szenariums de Pian dei Cavalli Ebene im S.Giacomo Tal, wo während der von Prof. Francesco Fedeli der Universität Neapel geführten Ausgrabungen Reste von uraltem Leben in der Gegend gefunden worden sind. Es sind sogar einige Funde aus der Steinzeit ausgestellt.

In den Räumen, die der Römerzeit gewidmet sind, werden neuere Funde ausgestellt, die in Zusammenhang mit Bauarbeiten im Wohngebiet von Chiavenna ans Licht gekommen sind: eine grosse Anzahl von Funden (Keramik: terra sigillata, gemeine Keramik, mit dünnen Wänden; Glas-und Topfsteinobjekte).
Von den im 19.Jh. und Anfang 20.Jh. entdeckten Funden ist sehr wenig übrig geblieben, zerstreut in Privathäusern und Museen der Lombardei. In den Räumen des Museums von Chiavenna werden auch einige Objekte aus der Bronzezeit ausgestellt, unter anderem zwei Messer und das schöne Schwert von Villa di Chiavenna. Aus der Römerzeit stammen eine Grabstele aus Topfstein, eine Urne als Behählter für die Asche nach einer Kremation, ebenfalls aus Topfstein und was sonst noch von der Ausstattung übrig geblieben ist.

Weiter vorne, nahe bei der Handelsschule, ist die Bottonera Mühle aus dem 19.Jh. zu sehen. Sie ist ein rares Beispiel der damaligen Müllerindustrie. Die Anlage ist noch immer effizient und man kann auf den einzelnen Stockwerken die verschiedenen Arbeitsprozesse durchwandern: von der Säuberung, über die Befeuchtung, das Wiegen und Mahlen bis hin zur Siebung etc. Daraus wurde dann Weich- oder Hartweizenmehl und man erhielt Nebenprodukte wie Kleie, Schrot
und Grütze aus der Verarbeitung.

Ausstellungsraum über die Steinzeit

Dieser Ausstellungsraum bietet eine Einführung in die älteste Geschichte des Valchiavenna Tal Gebietes mittels einer Auswahl an Funden und Informationen, die von den archeologischen Ausgrabungen stammen, die Prof. Francesco Fedele, Antropologie Ordinarius der Universität Neapel, in der Pian dei Cavalli Ebene im Splügental geleitet hat.
Darunter gibt es etliche wichtiche Entdeckungen Dem originellsten und faszinierndsten Kapitel, das ans Licht gekommen ist, wird viel Platz eingeräumt: das Mesotlithikum (Mittelsteinzeit), das effektiv der Zeit entspricht, in der der Mensch die „ersten Schritte“ durch die Alpen (ca. 8500-5000 v.Chr.) gewagt hat. Die Fortsetzung der verschiedenen Kapitel der Steinzeit ist vertikal auf dem Schild nahe des Eingangs dieses Raumes dargestellt. Die Wandschilder ermöglichen einen allgemeinen Überblick über die archeologiche Suche und zeigen unzählige fotografien.

Reihenfolge der steinzetilichen Zeugnisse im Valchiavenna Tal

Die Zeit verläuft von unten nach oben. Die wichtigsten archeologischen Fundorte des Tales, werden im Zusammenhang mit den in Europa bekannten Zeiten der Steinzeit gestellt. Dabei ist besonders der einzigartige Fund von Borghetto zu beachten: ein Objekt aus Kieselstein, das aus der Steinzeit vor über 35.000 Jahren zu stammen scheint.

EINIGE VETRINEN DER AUSTELLUNG

Steine zersplittern: Rohstoffe
Die Jäger aus der Steinzeit, deren Gebiet im oberen Splügental lag, stellten Objekte aus zersplittertem Stein her, indem sie Kieselsteine und grosse Quarzkristalle benutzten (der Kiesel stammt ausserhalb der Alpen, er kam also von ziemlich weit entfernt). In der Vetrine stellen die Linien, welche die Funde verbinden, den technologischen Prozess dar, der Zersplitterung vom Rohstoff, über den Kern bis zu den Splittern, den Klingen und den Abfällen. Der lokale Quarzit wurde hingegen nur sehr selten verwendet. Die Funde stammen von den Stätten 1 und 18 der Pian dei Cavalli Ebene.

Feuer anzünden
Während der Jagd in den Bergen, konnte ein Feuer anzünden um sich zu wärmen oder Feuersignale zu geben lebenswichtig sein. Die weit verbreitete Nutzung des Feuers der Steinzeitjäger ist nicht nur von der Holzkohle, sondern auch von den thermischen Veränderungen des Bodens und auf den Steinkunstwerken („mikro Schüsselchen“ mit Wänden, die an der Innenseite durch die Flamme rot geworden sind, etc.) nachgewiesen. Die "Hacke" aus Schiefer wurde in einer Feuerstelle der Stätte Cavalli –1 zusammen mit dem grossen Splitter der Vetrine 9 gefunden.

Pfeil und Bogen
In den sporadisch genutzten Lager der Pian Pian dei Cavalli Ebene, liessen die Steinzeitjäger unzählige Spuren vom Gebrauch von Pfeil und Bogen: dabei handelt es sich von mikroyphischen Elementen auf der Spitze der Pfeile, welche die Rüstung ausmachten. Diese winzigen Elemente aus Stein waren dreieckig, halbmondförmig und in der späteren Steinzeit auch trapezfömig zugespitzt; auf einem Trapez ist die einzigartige schwarze Spur des Pechs an dem es am Speer angemacht war, sichtbar. Eine andere Art von Rüstungen waren die Mikrolamellen mit einer dicken Seite oder “Rücken“. Die Funde in der Vetrine stammen aus den Orten Cavalli-1 und 17; Pfeilreproduktionen sind in der Vetrine 10 ausgestellt.

Öffnungszeiten
Nach Vereinbarung bei Comunità Montana della Valchiavenna

Preise
Eintritt: € 2,00
Ermässigung: € 1,00 (Jugendliche bis 18 Jahren, Schülergruppen, Gruppen von min. 15 Personen, Rentner)

Auskünfte und Buchungen:
Consorzio per la Promozione Turistica della Valchiavenna
Via C. Chiavennaschi 11 - 23022 Chiavenna (SO)
Tel +39 0343/37485 - Fax +39 0343/37361
consorzioturistico@valchiavenna.com
www.valchiavenna.com

REGION: Val Chiavenna Museum / Museen/Sehenswürdigkeiten

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